29. Deutscher Verpackungsdialog
MARKEN FÜHREN. KUNDEN VERFÜHREN.
In der 29.ten Auflage seiner Traditionsveranstaltung widmet sich das Deutsche Verpackungsmuseum in diesem Herbst dem Thema der Strahlkraft der Marken. Wie ist es in Zeiten von Inflation, Käuferzurückhaltung und verkleinertem Warenkorb um die Faszination traditionsreicher Hersteller-Marken bestellt? Welche Kategorien leiden, welche profitieren, welche Strategien zünden? Welche Rolle spielen Verpackung und Brand Design als emotionaler Anker der Markenkommunikation? Und welchen Einfluss haben die mittlerweile etablierten Technologien der künstlichen Intelligenz auf den Umgang mit der Verpackung? Auf diese und weitere Fragen geben uns traditionell vier Markenführer in einem persönlichen Unternehmervortrag ihre Antwort und lassen uns an ihrer Sicht auf die Marktlage teilhaben. Wie stets beweist sich die Stärke des persönlichen Dialogs. Am 29. Oktober laden wir Sie ein zur 29.ten Auflage unserer Kultveranstaltung, die seit Jahrzehnten Unternehmerinnen und Unternehmer nach Heidelberg lockt.
Das weltweit erfolgreiche Erfrischungs-Getränk „Capri Sun“ war unter seinem ursprünglichen Namen „Capri Sonne“ 1969 durch den Heidelberger Unternehmer Rudolf Wild erfunden und etabliert worden. Die innovative Verpackung in einem leichten Standbodenbeutel aus Aluminiumverbundfolie (Doypack) mit beiliegendem Trinkhalm macht das Produkt zu einem Kultgetränk. In den 1970ern trug Werbung mit dem legendären Boxer Muhammad Ali als Werbegesicht zur weltweiten Berühmtheit der „sonnigen Tüte“ bei. So erreichte die Expansion schon 1982 den amerikanischen Kontinent und in den 1980er Jahren zugleich auch Afrika und Asien. Heute ist die Marke in über 100 Ländern der Erde erfolgreich. René Püchner wird uns als Managing Director DACH in die Vermarktung dieser deutschen Weltmarke hineinführen. Püchner ist zugleich auch amtierender Präsident des Lebensmittelverband Deutschland (Berlin).
In Antwerpen (Belgien) begann der Bäcker Edouard de Beukelaer schon 1850 mit der Herstellung von haltbarem Gebäck. Im Jahr 1870 revolutionierte er den Markt, indem er den ersten Doppelkeks der Welt erfand. 1955 eröffnete sein Sohn Edouard de Beukelaer II. in Kempen am Niederrhein die „Flämische Keksfabrik E. de Beukelaer“. Dort lief 1955 die erste „Prinzen Rolle“ vom Band, die sich zum meistverkauften Keks Europas entwickelte. Parallel dazu gründete der Bäcker Hans Griesson 1924 eine Lebkuchenfabrik in Kobern-Gondorf an der Mosel. Unter der Führung seines Sohnes Heinz Gries wandelte sich das Unternehmen zu einem der führenden Kekshersteller (bekannt unter anderem durch den 1978 etablierten „Softcake“). Im Jahr 1999 fusionierten Griesson und de Beukelaer, wodurch eine starke deutsche Keks-Marke entstand. „Prinzen Rolle“ ist heute eine vielkopierte Kultmarke, die mit ihrem zylindrischen Auftritt einen Konsum-Typus etablierte. Dany Schmidt wird uns als CEO des Unternehmens mit Aspekten der Markenführung und der Verpackung dieses Klassikers vertraut machen.
Mit über 300 Jahren Firmengeschichte ist die Carl Kühne KG ein besonders traditionsreiches deutsches Familienunternehmen, das 1722 in Berlin als Essigbrauerei gegründet wurde. Kühne entwickelte sich zu einem der größten Essig-, Senf- und Gurkenproduzenten Europas. Der Hauptsitz der Unternehmensgruppe mit weltweit rund 1.400 Mitarbeitenden befindet sich heute in Hamburg. Die Familie Kühne hatte das Unternehmen bereits 1761 übernommen. Carl Kühne brachte 1905 den ersten abgefüllten Marken-Essig auf den Markt und revolutionierte damit den Verkauf von losen Lebensmitteln. In den 1930er Jahren wurde das Sortiment entscheidend erweitert; berühmte Produkte wie die Kühne-Gewürzgurken und der mittelscharfe Senf in den bekannten Töpfen folgten, die mittlerweile als Markenklassiker gelten. Heute gehört Kühne zu den führenden Premiummarken für Essig, Senf, Dressings, Kraut und vegane Feinkostprodukte in Europa. Als CEO des Unternehmens wird uns Kai Boris Bendix mit der über dreihundertjährigen Tradition des norddeutschen Markenartiklers vertraut machen.
Wie in den Vorjahren gilt: Unsere Veranstaltung ist auf 100 Sitzplätze begrenzt. Und: Es gibt keine Reservierungen, nur Buchungen (die ersten 100 Bestellungen werden berücksichtigt).
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